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Softlures oder Gummifische

Gummifisch-Ratgeber

Die Wahl des richtigen Gummifisch oder Softlures (Köder) um auf Raubfische zu Fischen, ist für jeden Angler der erste Gedanke der ihn am Anfang jedes Angeltages beschäftigt und somit die wichtigste Frage, wenn entschieden ist, auf welche Räuber es gehen soll und an welcher Stelle.

Diese drei Faktoren sind in Wahrheit Grundsatz für jeden erfolgreichen Angeltag. Hat man diese Entscheidung getroffen, kann mit den nächsten Schritten begonnen werden. Lesen (Beobachtung) des Wassers und des Wetters. Damit meine ich, sich einen Überblick zu verschaffen, wie die Verhältnisse im Wasser sind. Bei fließenden Gewässern ist es eigentlich leichter, da die Strömung uns viele Aufschlüsse über den Grund, die Tiefe oder die Fließgeschwindigkeit gibt. Dies verrät uns schon einiges darüber, wie wir unseren Köder wählen müssen!

Um auf Zander am Grund zu Angeln, ist die Strömung auch ein Indikator für die Bodenbeschaffenheit. Wenn eine mäßige bis schnelle Strömung herrscht, kann man davon ausgehen, dass man harten (also steinigem Grund) vor sich hat.

Als nächstes ist natürlich die Trübung des Wassers und die Wassertiefe ausschlaggebend. Für die Farbwahl unseres Kunstköders (Gummifisch) ist eine Sichttiefe von mehr als einem Meter (klares Wasser) gegeben. Gleichzeitig solltest du die Gummifisch-Farbe unter Beachtung des Wetters (Sonnenschein oder trübes Wetter) so wählen, dass die Farbe nicht zu grell ist und das Wasser nicht zu seicht. Denn z. B. Zander sind sehr lichtscheu. Das heißt keine Schockfarben sondern eher Naturdekore verwenden. Jedoch können die gerne UV-Aktiv sei. Dazu werde ich später noch näher darauf eingehen.

Um ein Beispiel zu nennen:

Die Farbe Caramel-Ghost, Laube/Silver-Dollar oder Emmi-Spezial, sind alles Natur Dekore und UV-Aktiv. Das macht meiner Meinung nach den Unterschied!

Diese genannten Farben funktionieren perfekt bei klarem bis leicht trübem Wasser sowie Sonnenschein! Diese sind zwar unscheinbare Natur-Dekore im Vergleich zu Schockfarben, aber in den oben genannten Situationen unschlagbar!

Bei Hochwasser sind die Bedingungen noch schwieriger für den Fisch unseren Köder genau zu lokalisieren. Da kommt den Fischen das sogenannte Seitenlinien Organ zur Hilfe. Die Schwingungen und die Bewegung unserer Gummiköder, lässt den Fisch zielgerecht seine Beute finden. Zum Hochwasser sei noch erwähnt, dass die Fische eher in den Strömungsberuhigten Zonen und ufernah stehen. Das sind oft nur einige Zentimeter unter der Oberfläche. Durch die Wassertrübung wird der Lichteinfall verringert und daher sind sie oft keinen Meter vom Ufer entfernt! Bei trübem bis dreckigem Wasser (Hochwasser) verhält sich das ganze etwas anders. Bei Sichttiefen bis 50cm und Sonne sind Gelb oder Grün Beziehungsweise Chatreuse (eine Mischung aus gelaunt grün) UV-Aktiv so wie dunkle bis Schwarze Farben immer ein Bringer. Wobei die Aktion des Köders immer mehr an Bedeutung gewinnt. Auch für die Fische wird die Sichtbedingung bei eingetrübten Wasser schlechter.

Die Köder können bei Hochwasser auch gerne eine Nummer größer sein. Die Silhouette des Köders, hilft den Fischen schneller darauf aufmerksam zu werden.

Die Dämmerungsphase ist eine weitere erwähnenswerte Situation.

Die Dämmerung morgens und abends ist eine der besten Zeiten, um auf Raubfisch zu Angeln!

So ziemlich jeder Räuber wird in der sogenannten roten Stunde zum Fressen Richtung Ufer und somit in unsere Reichweite kommen, um sie mit Wobbeln oder Gummifischen zu Fangen. In dieser Zeit ist auch für das menschliche Auge, die UV-Aktivität unserer Gummifischen zu erkennen. Zum Beispiel ist der Effekt am Besten zu sehen, wenn mit einem Motoröl farbigen Gummi gefischt wird. Obwohl eher bräunlich, beginnt dieser richtig grün zu leuchten. Anfang der Dämmerung (abends) kann man zum Beispiel der Zander noch in der Tiefe zu finden und zu fangen sein. Um so dunkler es wird, desto flacher kommen die Fische – bis in der absoluten Dunkelheit. Hier macht es Sinn auf Wobbler umzustellen.

Am liebsten verwende ich hier einen JIG FREAK Classic-HU mit 14cm und einem Jigkopf von 4-5g, den ich dann entlang der Steinpackung einleiere. Meiner Meinung nach hat das den Vorteil, dass der Gummifisch vom Zander besser eingesaugt wird. Der Wobbler hingegen und mit seinen 2-3 Drillingen, hängt meistens irgendwo am Körper. Bei Dunkelheit und drei Drillingen ist eher der Kampf mit dem Kescher noch zu erwähnen!

Schöner Nacht Zander direkt vom Strom. Köder JIG FREAK Classic-HU am 4g, 5/0 Jigkopf in Ayu-Redshiner.
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